Gerechtigkeit und Wein

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Man fragt sich jetzt vielleicht, wie wir auf Gerechtigkeit kommen. Schliesslich heisst es ja in vino veritas – Wahrheit also, nicht Gerechtigkeit. Aber vielleicht braucht es die Gerechtigkeit gerade weil alle nach der Wahrheit suchen.

Sowas in der Richtung muss sich Pythagoras wohl gedacht haben, als er den pythagoreischen Becher erfunden hat. Denn die Legende sagt, dass Pythagoras beim Bau der Wasserversorgung der Insel Samos gar nicht glücklich war mit dem überschwänglichen Weinkonsum seiner Arbeiter. Um den Konsum zu kontrollieren, durfte Wein nur aus dem pythagoreischen Becher getrunken werden. Der Becher gewährt allen Trinkenden gleich viel Wein. Ihr fragt euch jetzt vielleicht was heisst das genau und wie soll das denn gehen.
Naja, der Becher hat eine maximal mögliche Füllmenge. Wenn man diese überschreitet und den Becher bis zum Rand hoch füllt – entleert sich dieser komplett (Pascal Prinzip). Wer sich also nicht ziemen kann und der Gier nach dem Wein erliegt geht am Ende leer aus. Damit ihr euch das richtig vorstellen könnt, hier eine hilfreiche Illustration.

 

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Man muss es ihm lassen, er hat die Gesetze der Physik verstanden. Und als Resultat quält uns Pythagoras nicht nur mit a2+b2 = c2, sondern beraubt uns im übertragenden Sinne auch der Wahrheit. Allerdings sind wir der Meinung, dass eine Weinsoirée mit pythagoreischen Bechern durchaus ganz amüsant ausfallen könnte. Deshalb ein grosses Danke von uns an den grossen Philosophen für diese kleine Perle der Weinwelt.

 

 

 

 

 

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